Frühling trifft Schaumwein: Entdecke die spritzige Geschichte von Champagner! Im Europa des 14. Jahrhunderts galten sprudelnde Weine als Zeichen schlechter Weinbereitung. Logisch, dass niemand diese leicht prickelnden Weine zuerst trinken wollte. In der Champagne nannte man sie sogar Teufelswein. Dass aus dem prickelnden Missgeschick das Luxusgetränk von heute wurde, ist reiner Zufall.
Frrühling trifft Schaumwein: Champagner – Wein des Teufels
Man kann sagen, dass im 17. Jahrhundert der Grundstein für den heute so begehrten Champagner gelegt wurde. Um seine Frische zu bewahren, wurde der nicht prickelnde Vin de Champagne bereits um 1650 vom Fass in Flaschen abgefüllt. Man vermutet, dass der Transport im Fass dem Wein nicht gut bekam.
Frühlingshafte Temperaturen
Leider brachte diese Vorgehensweise einige Probleme mit sich. Im Winter fielen die Temperaturen regelmäßig unter den Gefrierpunkt. Die ungeheizten Keller wurden so kalt, dass die Gärung völlig zum Erliegen kam. Die damaligen Kellermeister gingen jedoch davon aus, dass der Wein durchgegoren sei und füllten ihn, wie bereits beschrieben, etwas verfrüht ab.
Sobald im Frühjahr die Temperaturen wieder stiegen, geschah das Wunder oder Teufelswerk! Die Gärung setzte von selbst wieder ein. Ein Nebenprodukt der Gärung war die reichlich entstehende Kohlensäure, die den Inhalt in der Flasche sprudeln ließ. Wegen der damals schlechten Ausrüstung flogen durch den erhöhten Druck immer wieder die Korken heraus.

Frühling und Champagner: Die Geschichte als Zufallsprodukt
Manchmal entwickelten die Weine sogar so viel Kohlendioxid, dass die damals noch dünnwandigen Glasflaschen regelrecht explodierten. Kellermeister zu sein, war zu dieser Zeit eine sehr gefährliche Angelegenheit. Erst 1668 entwickelte der Mönch Dom Pierre Pérignon die Gärmethode so weiter, dass in einer zweiten Flaschengärung ein echter Schaumwein entstand. Seiner Erfindungsgabe wird auch die Agraffe zugeschrieben, die heute bei der Schaumweinherstellung Standard ist. Dabei handelt es sich um einen Verschluss, der den Korken auch bei höchstem Innendruck in der Flasche hält. Zu seiner Zeit verwendete man allerdings eine Kordel, die am Flaschenhals befestigt wurde.
Eine spannende Geschichte über die Verbindung „Frühling und Sekt“! Nehmt Euch einen Moment Zeit und begrüßt den bunten Frühling mit einem guten Glas Sekt Eurer Wahl! Wenn Ihr mehr über die Entstehungsgeschichte von Sekt erfahren möchtet, empfehle ich Ihnen die Lektüre #Sekttourdeutschland – Die Anfänge.
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