Schaumweinsteuer steigt ab 2027: Warum Sekt künftig teurer wird! Die Bundesregierung plant, die Schaumweinsteuer um 20 Prozent anzuheben. Darunter fallen alle Schaumweine wie Sekt, Champagner, Cava und Perlweine. Die Bundesregierung will die Schaumweinsteuer um 20 Prozent erhöhen. Warum wird ausgerechnet Schaumwein teurer, während Wein steuerfrei bleibt?
Ab dem 1. Januar 2027 werden einige alkoholische Getränke in Deutschland teurer. Betroffen sind unter anderem Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn sowie Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops. Die Bundesregierung plant, die Schaumweinsteuer um 20 Prozent anzuheben. Für eine 0,75-Liter-Flasche Sekt bedeutet das, dass die Steuer von derzeit 1,02 Euro auf rund 1,22 Euro steigt. Einschließlich Mehrwertsteuer bedeutet das einen Preisaufschlag von etwa 24 Cent pro Flasche.
Betroffen sind alle Schaumweine mit einem Kohlensäuredruck von mindestens drei Bar und einem Alkoholgehalt von mehr als sechs Volumenprozent. Dazu zählen deutscher Sekt, Champagner und Prosecco Spumante. Auch für Obst- und Fruchtschaumweine steigt die Steuer.
Schaumweinsteuer: Schaumwein-Weltmeister im Konsum
Schaumweine gehören nach wie vor zu der beliebtesten Weinkategorie in Deutschland. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im vergangenen Jahr rund 281,5 Millionen Flaschen Schaumwein versteuert. Die Einnahmen aus der Schaumweinsteuer beliefen sich auf 325,7 Millionen Euro. Mit der geplanten Erhöhung der Alkoholsteuern rechnet das Bundesfinanzministerium künftig mit zusätzlichen Einnahmen von bis zu 455 Millionen Euro. Das wäre ein hervorragendes Zusatzgeschäft für den Fiskus.
Bemerkenswert ist jedoch nicht nur die Steuererhöhung selbst, sondern auch das, was unverändert bleibt: Wein und Bier sind von der Reform ausgenommen. Während die Bundesregierung gesundheitspolitische Gründe anführt, sehen manche darin zugleich ein Signal, die bereits wirtschaftlich angeschlagenen Wein- und Brauwirtschaften nicht zusätzlich zu belasten.
Für die Schaumweinbranche wirft diese Entscheidung jedoch grundsätzliche Fragen auf. Warum wird ausgerechnet Schaumwein stärker besteuert als stiller Wein? Welche historische Rolle spielt die sogenannte Sektsteuer bis heute? Welche Auswirkungen hat dies auf Verbraucher, Produzenten und die Wahrnehmung von Schaumwein in Deutschland? Mehr Hintergründe, die Geschichte und die Gründe für die Sektsteuer finden Sie im Magazin:
- Sektsteuer – für die Flotte!: Warum die Schaumweinsteuer überhaupt existiert, erkläre ich hier.
- Sekt wird teurer – doch wie machen es Frankreich, Italien oder Österreich?
Schaumweinmagazin Redaktion:
Nicole Wolbers DipWSET hat sich auf internationale Schaumweinmärkte, insbesondere Sekt, Cava, Crémant sowie Champagner konzentriert. Ihr Fokus liegt auf Verkostungen, Marktanalysen und Produzentenberichte – sowie Tipps und Informationen zum Thema Schaumwein.
Credit: Fotos Nicole Wolbers




